Menü 4: Theatertipps

Die (dritte) Welle im GRIPS Theater

Die (dritte) Welle im GRIPS Theater

„Die Welle“ ist ein großartiger Jugendroman von Morton Rhue, der auch schon sehr eindrucksvoll verfilmt wurde. Als „Die Welle“ vor anderthalb Jahren auf dem Spielplan des GRIPS Theaters erschien, war den Schattenlichtern sofort klar, dass sie das Stück sehen wollten.

Die ersten Karten, die wir ergattern konnten, waren für Mai 2020 – da hielt uns „die erste Welle“ davon ab, „Die Welle“ zu sehen.

Als nach dem ersten Corona-Lockdown die Theater wieder spielten, besorgten wir uns wieder Karten, aber diesen Theaterbesuch im Oktober 2020 machte die „zweite Welle“ zunichte.

Aller guten Dinge sind drei: Gestern Abend hat es endlich funktioniert! Das GRIPS Theater hat mit einer großzügigen Abstandsregelung nur etwa ein Viertel seiner Plätze belegt, so dass auch das sonst so vertraute Drängeln am Eingang entfiel. Dort wurden stattdessen die Adressen zur Kontaktverfolgung aufgenommen und die Corona-Schnelltests des Theaterpublikums kontrolliert.

Der Aufwand hat sich in jedem Fall gelohnt: Die Vorführung war noch packender als Buch und Film, weil sie in Text und Optik an die aktuelle Zeit angepasst wurde und auch Phänomene wie Cybermobbing einbezieht. Jugendliche wie Erwachsene folgten gebannt dem Bühnengeschehen, das immer beängstigender wurde.

„Die Welle“ schildert einen realen Versuch, den der Lehrer Ron Jones 1967 an einer kalifornischen Highschool unternahm. Nachdem seine Schülerinnen und Schüler im Geschichtsunterricht davon überzeugt waren, dass sich der Nationalsozialismus nicht wiederholen würde, weil die aufgeklärte Menschheit „nein“ sagen würde, spannt Jones die Jugendlichen in einer disziplinierten und dynamischen Einheit zusammen, die einen eigenen Gruß und ein eigenes Logo entwickelt. Wie der US-Versuch weiterging, habe ich nicht recherchiert, aber im Theaterstück dauert es nicht lange, bis der ehemalige Klassenaußenseiter plötzlich Teil der Gemeinschaft wird und sich seiner Lehrerin als Bodyguard anbietet. Während zuerst alle in die „Welle“ aufgenommen werden wollen und die neue Dynamik faszinierend und gewinnbringend finden, ist es schon nach kurzer Zeit nicht mehr möglich, einfach auszusteigen oder nicht mitzumachen – geschweige denn, öffentlich zu protestieren.

Düstere Aussichten – aber die gute Nachricht ist: Für die heutige Vorstellung gibt es noch einige Plätze! Also nichts wie anrufen beim GRIPS (030 39747477), Schnelltest machen und ab ins Theater!

Infos teilen:

Wahrheit oder Lüge?

Wahrheit oder Lüge?

Den ersten Theaterbesuch nach dem schier endlosen Kulturverbot im Lockdown statteten vier Schattenlichter gestern der Vaganten Bühne in der Kantstraße ab. Höchst angenehm bei den abends noch herrschenden 25 Grad saßen wir unter freiem Himmel im schattigen Innenhof – erstaunlich leise, obwohl der Bahnhof Zoo mit seinen S- und Fernbahnen gleich um die Ecke liegt.

„All in oder sie lügen“ stand auf dem Programm, ein Stück für eine Schauspielerin und zwei Schauspieler, die das Stück gemeinsam mit einer vierten Person selbst geschrieben haben. Einen kollektiven Prozess nennen sie es, ein Labor, ein „Kreisen um“.

Lüge und Wahrheit, Schein und Sein, Mitmachen oder Protestieren – das sind die zentralen Themen an diesem kurzweiligen Abend. Dargeboten wird das Ganze auf einer Fläche, die in Nicht-Corona-Zeiten der Eingangsbereich des Theaters ist, originell genutzt und mit einfachen Mitteln zur Spielfläche umgestaltet.

Das Publikum, aus Platzgründen nicht mehr als zwei Dutzend Leute, sitzt so nahe dran, dass es automatisch in die Handlung einbezogen wird und sich fragt: Wie wäre ich in dieser Situation? Wie authentisch bin ich? Wie stelle ich mich dar? Und woran glaube ich?

Das Stück wird wieder heute um 20:30 Uhr gezeigt sowie am 8. und 9. Juli. Karten gibt es unter www.vaganten.de. Zurzeit ist ein Corona-Schnelltest erforderlich.

Infos teilen:

Laientheatertruppe sucht noch Darsteller

Laientheatertruppe sucht noch Darsteller

Aus: Der Tagesspiegel (9.6.2021)
Autor: Boris Buchholz

Die Zehlendorfer Laientheatergruppe „Schattenlichter“ hat nach ihrem Theaterfilm „Die Mauer wird noch in 100 Jahren stehen“ (Uraufführung im September/Oktober, die DVD ist bereits zu haben) ein neues Projekt für 2022: den Agatha-Christie-Krimi „Scherz beiseite“.

Durch Corona mussten sich drei Ensemble-Mitglieder beruflich neu orientieren, für die Bühne ist keine Zeit mehr. Deshalb sucht die Schauspieltruppe nach Ersatz. Erfreut wären die „Schattenlichter“,
wenn sich „ein temperamentvolles Küchenmädchen mit starkem Akzent“
(ideal: ungarisch, türkisch oder polnisch), ein „Nichtsnutz ohne Akzent, redegewandt, chic und etwas eingebildet“ und eine Souffleuse oder ein Souffleur („jung genug, um in den Souffleurkasten klettern zu können“) finden würden.

Während die beiden gesuchten Mimen zwischen 20 und 40 Jahre alt sein sollten, gilt für die Souffleurtätigkeit keine Altersbegrenzung. Interessenten melden sich einfach bei Elke Brumm unter schattenlichter@gmx.de.

Infos teilen:

Küchenmädchen, Nichtsnutz und Souffleuse gesucht

Küchenmädchen, Nichtsnutz und Souffleuse gesucht

Aus: Tagesspiegel-Newsletter für Steglitz-Zehlendorf (3.6.2021)
Autor: Boris Buchholz

Die Zehlendorfer Laientheatergruppe „Schattenlichter“ hat nach ihrem Theaterfilm „Die Mauer wird noch in 100 Jahren stehen“ (Uraufführung im September/Oktober, die DVD ist bereits zu haben) schon ein neues Projekt für 2022 am Wickel: den Agatha-Christie-Krimi „Scherz beiseite“. Durch Corona mussten sich drei Ensemble-Mitglieder beruflich neu orientieren, für die Bühne ist keine Zeit mehr. Deshalb sucht die Schauspieltruppe nach Ersatz. Hocherfreut wären die Schattenlichter, wenn sich „ein temperamentvolles Küchenmädchen mit starkem Akzent“ (ideal wäre ungarisch, türkisch oder polnisch), ein „Nichtnutz ohne Akzent, redegewandt, chic und etwas eingebildet“ und eine Souffleuse oder ein Soffleur („jung genug, um in den Souffleurkasten klettern zu können und auch wieder herauszukommen“) zur Unterstützung finden würden. Während die beiden gesuchten Mimen zwischen 20 und 40 Jahre alt sein sollten, gilt für die Souffleur:in-Tätigkeit keine Altersbegrenzung. Interessenten melden sich bei Elke Brumm unter schattenlichter@gmx.de.

Infos teilen:

Theaterfilm jetzt erhältlich

Theaterfilm jetzt erhältlich

Aus: Berliner Woche für Zehlendorf (19.5.2021)
Autorin: Karla Rabe

Die Theatergruppe„Schattenlichter“ bietet ab sofort ihren ersten pandemiebedingt entstandenen Theaterfilm „Die Mauer wird noch in 100 Jahren stehen“ auf DVD zum Kauf an. Theaterbegeisterte und Fans der Gruppe können sich mit dem Film die Wartezeit bis zu den Filmvorführungen verkürzen. Sie wurden aufgrund der Corona-Lage auf die letzte Septemberwoche verschoben. Dann finden die Aufführungen im Gemeindehaus der Ev. Paulus-Kirchengemeinde Zehlendorf, Teltower Damm 6, statt. Der Film befasst sich mit einer Umfrage zur Deutschen Frage, die ein Mitglied der Theatergruppe im Frühsommer 1989 mit 45 Befragten durchführte. Die DVD (zum Preis von 15 Euro) und Karten für die Filmvorführungen (5 Euro) können im Internet auf www.schattenlichter.info bestellt werden. Für fünf Euro erhält man auch einen Streaming-Zugang.

Infos teilen:

Alles Gute zum 100.!

Alles Gute zum 100.!

Die Schattenlichter gratulieren ihrem großen Theaternachbarn in Steglitz-Zehlendorf zum 100. Geburtstag!

Am 12. Mai 1921 wurde neben dem Gutshaus Steglitz ein neues Theater eröffnet: das Schloßpark-Theater!

Mittlerweile in geänderter Schreibweise, begeht das Schlosspark Theater unter der Intendanz von Dieter Hallervorden heute seinen 100. Geburtstag.
Wie das Schlosspark Theater in seinem Newsletter berichtet, wurde das Gebäude des jetzigen Schlosspark Theaters um 1885 vom Kaufmann Hans Heinrich Müller auf dem Gelände des Wirtschaftstraktes des sogenannten „Wrangelschlösschens“ (Gutshaus Steglitz) erbaut und zunächst als Tanzsaal und Restauration genutzt.

Nicht lange nach der Eingemeindung der preußischen Landgemeinde Steglitz zum Bezirk von Groß-Berlin (1920) fand nach einem Umbau das ursprünglich im Gutshaus beheimatete, kleine Theater in diesem Gebäude eine neue Unterkunft mit 440 Plätzen. Die Eröffnungspremiere „Timon“, eine Tragödie von William Shakespeare, fand am 12. Mai 1921 statt.

Das Haus durchlief eine wechselhafte Geschichte, erlebte u.a. 27 Jahre unter der legendären Intendanz von Boleslaw Barlog (1945 – 1972) und über 40 Jahre als Staatstheater (1950 – 1993). 2009 eröffnete der jetzige Intendant Dieter Hallervorden das seit 2006 leerstehende Schlosspark Theater nach aufwendigen Renovierungsarbeiten wieder.

Mit 473 Plätzen und moderner Technik ist das Schlosspark Theater nun erneut der kulturelle Mittelpunkt im Süden von Berlin – mit dem Motto „Geist mit Humor“.

Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie befindet sich das Schlosspark Theater im Mai 2021 leider noch immer im Lockdown. Die Jubiläumsfeier wird aus diesem Grund in die nächste Spielzeit verschoben, wenn hoffentlich wieder langfristige Planungssicherheit besteht.

Weitere Informationen zur Geschichte des Schlosspark Theatersund einige historische Fotos gibt es hier.

Die Schattenlichter selbst freuen sich auf eine Lesung von Axel Hacke im Schlosspark Theater, die von Mai auf Dezember 2021 verschoben werden musste. Wir werden berichten!

Infos teilen:

CD und Streaming: „Schattenlichter“ präsentieren ersten Theaterfilm

CD und Streaming: „Schattenlichter“ präsentieren ersten Theaterfilm

Aus: Tagesspiegel-Newsletter für Steglitz-Zehlendorf (22.4.2021)
Autor: Boris Buchholz

Die Zehlendorfer Laientheatergruppe „Schattenlichter“ hat es diese Corona-Saison schwer: Schon zweimal mussten die Aufführungen der neuen Produktion – das erste Mal als Film – aufgrund der Pandemie verschoben werden. Das Theater-als-Film-Stück „Die Mauer wird noch in 100 Jahren stehen“ wird nach der aktuellen Planung offiziell jetzt erst im September öffentlich uraufgeführt werden. Doch so lange wollten die Theatermacherinnen und -macher nicht warten: Ab sofort ist der Film als CD und als kostenpflichtiges Streaming-Angebot verfügbar.

Zum Film: Im Frühsommer 1989 führte Elke Brumm, sie ist seit Jahr und Tag eine „Schattenlicht“, eine Umfrage in Zehlendorf durch. Aus den Antworten auf die Frage, wie lange die Mauer wohl noch stehen werden, ergab sich der Titel des Projekts. Um die Aussagen der Befragten in Szene zu setzen, wurden 45 Schauspielerinnen und Schauspieler gewonnen – das aktuelle Schattenlichter-Team, ehemalige Mitspieler, Stammgäste, Fans. „Alle 45 Szenen spielen im Paulus-Gemeindehaus in Zehlendorf – an den unterschiedlichsten Stellen, die viele Betrachter sicherlich überraschen werden“, verrät Elke Brumm.

15 Euro für die DVD, fünf Euro für den Online-Film. Auf der Website www.schattenlichter.info können Sie die DVD „Die Mauer wird noch in 100 Jahren stehen“ bestellen. 15 Euro kostet ein Exemplar, Versand inklusive; bezahlt wird per Paypal. Wer nicht auf die Post warten möchte, kann auch einen Streaming-Zugang erwerben und den Film online ansehen (ein Download ist nicht möglich): Pro Zuschauer bitten die Schattenlichter um fünf Euro. Lehnen Sie sich zurück, Film ab, das Theater kann beginnen.

Infos teilen: