2025 öfter ins Theater gehen
Aus: Tagesspiegel-Newsletter für Steglitz-Zehlendorf (9.1.2025)
Autor: Boris Buchholz

Aus: www.stadtrandnachrichten.de (6.1.2025)
Autorin: Elke Brumm
Als vor 40 Jahren ein evangelischer Gemeindepfarrer in der Zehlendorfer Paulus-Kirche mit einigen Konfirmanden am Heiligen Abend ein Krippenspiel aufführte, ahnte niemand, dass diese Gruppe 40 Jahre später noch immer existieren würde. Doch eine Inszenierung folgte der anderen, und so hat die Gruppe nun schon vier Jahrzehnte lang den Menschen aus dem Südwesten Berlins kurzweilige und anspruchsvolle Unterhaltung präsentiert.
In den ersten drei Jahren spielte das Ensemble vor allem in Gottesdiensten, auf Gemeindeveranstaltungen oder in der damaligen Partnergemeinde in der DDR. Damals zeigte die Gruppe auch mehrere Schattenspiele, weshalb die Mitglieder sich den Namen „Schattenlichter“ gaben.“ 1988 wandten sich die Hobbyschauspieler abendfüllenden Dramen zu und zogen in den Großen Saal des Gemeindehauses am Teltower Damm 6.
Dort wird seither im Jahresrhythmus – meist Ende Februar – an drei Abenden ein neues Stück aufgeführt. Mal sind es namhafte Autoren wie Friedrich Dürrenmatt („Der Besuch der alten Dame“) oder Bernard Shaw („Pygmalion“), mal aktuelle Autoren wie Lutz Hübner/Sarah Nemitz („Frau Müller muss weg“) oder Matthieu Delaporte/Alexandre de la Patellière („Der Vorname“). Schon dreimal haben die Schattenlichter eigene Texte zur Aufführung gebracht, beispielsweise Adaptionen des Jane-Austen-Romans „Stolz und Vorurteil“ und des Kinofilms „Barbara“. Dreimal standen auch schon Agatha-Christie-Krimis auf dem Spielplan. Auch während der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Zeit machten die Schattenlichter keine Pause, sondern drehten einen Film – immer nur mit zwei Personen gleichzeitig.
Im Jubiläumsjahr gibt es wieder einen Krimi – ein modernes Werk der Lehrerin Sabine Hrach: „There is no Escape – Es gibt keinen Ausweg“. In diesem Stück befinden sich sechs sehr unterschiedliche Charaktere gemeinsam in einem „Escape Room“. Wie bei solchen Räumen üblich, geben die Spielregeln vor, dass die im Raum versteckten Rätsel in maximal 60 Minuten gemeinsam gelöst werden müssen. Wird das gelingen? Und wird sich die Tür wieder öffnen? Oder gibt es keinen Ausweg?
Die Antwort auf diese Fragen gibt es am Donnerstag und Freitag, 20. und 21. Februar, um 19:30 Uhr sowie am Samstag, 22. Februar, um 18 Uhr. Platzkarten für 5 Euro bekommt man ab 6. Januar online über die Webseite. Für jeden Onlinebestellvorgang wird zu-dem 1 Euro berechnet; wenn jemand vier Karten bestellt, zahlt er also 4 x 5 + 1 = 21 Euro. Wer keinen Internetzugang hat, kann ab 6. Januar auch im Gemeindebüro Karten erwerben: montags und mittwochs von 10 bis 13 Uhr, donnerstags von 16 bis 19 Uhr.
Unter www.schattenlichter.info finden sich zudem weitere Informationen zur Gruppe und zum Stück sowie eine Chronik über die vergangenen 43 Theaterstücke. Zurzeit werden zuverlässige männliche Mitspieler zwischen 15 und 70 Jahren gesucht, die auch in der Lage sind, beim Bühnenbau anzupacken und die eine oder andere schwere Holzplatte zu bewegen: Eine E-Mail an schattenlichter@gmx.de zur Kontaktaufnahme genügt.
Elke Brumm
Die Autorin erlebte die erste Aufführung noch als Zuschauerin, steht aber seit der zweiten Inszenierung mit auf der Bühne. Die 53-jährige Zehlendorferin hat seit 1988 die organisatorische Leitung der Gruppe inne.
Vier Schattenlichter besuchten heute Abend das Renaissance-Theater. Da wir dort dasselbe Stück sahen wie im Juni, gibt es diesmal keinen Theater-Tipp, sondern einen Hinweis auf eine digitale Unterschriftenaktion des Bühnenvereins zum Thema „Kulturabbau verhindern“.
Eigentlich wollten vier Schattenlichter im Berliner Ensemble das Stück „1984“ – nach dem bekannten Roman von George Orwell – sehen. Leider passten die Termine nicht, und so fanden wir uns gestern Abend im Globe Theater in der Sömmeringstraße 15 in Berlin-Charlottenburg wieder, wo „1984“ in einer Inszenierung des KantTheaterBerlin zu sehen ist. An einem der heißesten Tage des Jahres Theater Open Air zu genießen, ist eine sehr gute Art, den Abend zu verbringen!
Um das Stück und seinen Hintergrund zu verstehen, ist ein Blick ins Internet hilfreich: „1984“ wurde bereits in den Jahren 1946 bis 1948 verfasst. Der britische Autor stand unter dem Eindruck eines soeben zu Ende gegangenen Weltkrieges; er schrieb eine düstere Zukunftsaussicht für das damals fern erscheinende Jahr 1984. Da staunt man, wie aktuell die Handlung heute wirkt!
Orwell schildert einen totalitären Überwachungsstaat aus Sicht des Erzählers Winston Smith, der ein einfaches Mitglied einer diktatorisch herrschenden, fiktiven Staatspartei ist. Der allgegenwärtigen Überwachung zum Trotz versucht Smith, seine Privatsphäre zu bewahren und etwas über die real geschehene Vergangenheit zu erfahren, die von der Partei durch umfangreiche Geschichtsfälschung verheimlicht wird. Dadurch gerät er mit dem System in Konflikt, das ihn gefangen nimmt, foltert und einer Gehirnwäsche unterzieht.
Auch wenn Orwell damals eher an Nazismus und Stalinismus gedacht haben dürfte, passen die geschilderten Methoden auch zu heute existierenden totalitären Systemen. Gruselig!
„Gruselig“ ist auch eine treffende Bezeichnung für die Inszenierung des Kant Theaters. Mit nur einen Schauspieler, der Winston Smith darstellt, und einer Schauspielerin, die die anderen Charaktere der Handlung verkörpert, wird die Anspannung, unter der sich der denkende Bürger befindet, intensiv dargestellt. Da gibt es keinerlei Ablenkung durch Bühnenbild, Kostüme oder Requisiten: Zwei schwarz gekleidete Akteure auf einer leeren Fläche transportieren schonungslos das Geschehen. Das verlangt dem Publikum einiges ab; man ist beim Schlussapplaus fast erleichtert, die Schauspieler auch mal lächeln zu sehen.
Man darf gespannt sein, ob das Berliner Ensemble eine ähnliche Form der Umsetzung wählt oder ganz andere Wege beschreitet.
Unsere Theatertipps:
Die Open-Air-Theatersaison geht weiter: Heute sahen vier Schattenlichter die Komödie „Extrawurst“ im Innenhof des Jagdschlosses Grunewald an.
Dies ist schon die vierte Inszenierung dieses Stückes, die sich die Schattenlichter zu Gemüte führen, und es lässt sich wieder einmal feststellen: Dieses Stück ist so gut, dass man es nicht oft genug sehen kann und jedesmal wieder über die dargestellten Typen und Situationen lachen bzw. die Hände überm Kopf zusammenschlagen muss.
Die heutige Inszenierung entstand vor allem für die Schlossfestspiele Ribbeck, die in diesem Jahr zum elften Mal stattfinden. Aber nicht nur Schloss Ribbeck verwandelte sich sechs Male in eine Theaterbühne für „Extrawurst“, sondern das Team geht auch auf Tournee – eben ins Jagdschloss Grunewald (heute und morgen), und anschließend nach Rathenow, auf die Festung Dömitz, nach Paretz, ins Kloster Kyritz und nach Luckenwalde. Es bietet sich also an, einen netten Tagesausflug und den abendlichen Theaterbesuch zu verbinden.
Die Schattenlichter spielten „Extrawurst“ vor anderthalb Jahren. Das Stück ist so eingängig, dass wir noch fast jedes Wort mitsprechen konnten. Wie die Schattenlichter hat auch das Ribbecker Team lokale Anpassungen vorgenommen. Auffällig ist, dass das Ribbecker Ensemble deutlich jünger ist als die drei Teams, deren „Extrawurst“-Inszenierungen wir bisher gesehen haben. Die Message kommt gut rüber: Ein Sportverein muss nicht unbedingt überaltert sein, um Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit ein Zuhause zu geben. Nein, das ist allerorten möglich und kein Generationsproblem.
Nochmal zur Erinnerung: „Extrawurst“, geschrieben vom „Stromberg“-Autorenduo Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, zeigt die Mitgliederversammlung eines Tennisclubs, die als letzten Tagesordnungspunkt noch schnell über einen neuen Grill fürs jährliche Sommerfest abstimmen soll. Da macht ein Mitglied den Vorschlag, auch einen zusätzlichen Grill für das einzige türkische Mitglied des Vereins zu finanzieren, da der gläubige Muslim seine Grillwurst nicht auf einen Grill mit Schweinefleisch legen darf. Der Vorschlag löst umfangreiche Diskussionen aus, und man lernt die Vereinsmitglieder besser kennen, als einem lieb ist.
Ob der Verein die Zerreißprobe überhaupt überstehen wird, bleibt bis zur letzten Minute spannend! So viel sei verraten: Die Ribbecker sind optimistischer als die Zehlendorfer, geben aber auch eine Mahnung mit auf den Weg.
Das Team spielt durchgehend stringend und zeichnet die unterschiedlichen Typen glaubwürdig: vom patriarchalischen Vereinsvorsitzenden über den übereifrigen Stellvertreter, den schrecklich schrill über seine eigenen Witze lachenden Ehemann und das deutsch-türkische Tennisduo. Alle haben sympathische Züge, sind aber auch Opfer ihres Schubladendenkens und ihrer Vorurteile. Selbst diejenigen, die über lange Zeit die Sympathien des Publikums genießen, haben am Ende doch die eine oder andere Leiche im Keller.
Das Publikum an diesem lauen Sommerabend ist begeistert. Nicht nur das Stück stimmt, auch das Ambiente im Jagdschloss mit seiner sympathischen Gastronomie ist fantastisch. Wer morgen noch nichts vorhat: Schnell noch auf www.reservix.de Karten sichern. Und allen, die morgen schon verplant sind, empfehlen wir die Variante „Tagesauflug mit kurzweiligem Kulturabend“.
Wenn Mitglieder der Theatergruppe Schattenlichter aus Berlin wegziehen und damit auch die Gruppe verlassen, ist das natürlich immer sehr schade. Immerhin gibt es aber auch einen positiven Aspekt: Wenn sich die Ehemaligen an ihrem neuen Wohnort ebenfalls in einer Theatergruppe engagieren, können die Zehlendorfer auf Reisen gehen und Aufführungen an anderen Orten ansehen und ihren Ehemaligen zujubeln.
In diesem Sinne ging es an diesem Wochenende in die Kleinstadt Nördlingen. Dort gibt es den „Verein Alt Nördlingen“, der sich seit genau 100 Jahren für den Ort und seine Kultur einsetzt. Es gibt ein sehr engagiertes ehrenamtliches Theaterteam, das im Sommer von Mitte Juni bis Anfang August die Freilichtbühne „Alte Bastei“ bespielt – und zwar jeweils mit einem Stück für Kinder und einem für Erwachsene.
Beim Erwachsenenstück – dem Musical „My Fair Lady“ – spielt das ehemalige Schattenlichter Markus W. Schütz mit. 17 Aufführungen sind angesetzt; das erfordert von den Mitwirkenden schon ein anderes Commitment als bei den Schattenlichtern! Da die Freilichtbühne nicht überdacht ist, wird auch bei Wind und Nieselregen gespielt.
Ein Fun Fact: Als Markus neu bei den Schattenlichtern war, spielte die Gruppe als erstes „Pygmalion“ von Bernard Shaw; das ist ausgerechnet die Grundlage von „My Fair Lady“. Während Markus damals Souffleur war, gab er nun den Oberst Pickering, die drittgrößte Rolle.
In „My Fair Lady“ geht es darum, wie stark Sprache den sozialen Status bestimmt. Zwei Sprachforscher – Henry Higgins und Oberst Pickering – schließen vor rund 100 Jahren in London eine Wette ab, ob man aus dem stark Dialekt sprechenden Blumenmädchen Eliza Doolittle in sechs Monaten Spracherziehung und Benimmschule eine gesellschaftsfähige Dame machen kann. Frederick Loewe schrieb in den 1950er-Jahren eingängige Lieder dazu wie „Es grünt so grün“, „Mit nem kleen Stückchen Glück“ und „Ich hab getanzt heut Nacht“.
Die Nördlinger haben ihre Inszenierung an ihre Region angepasst: Der Dialekt ist heimisch, Gebäude und Geschäfte des Stücks tragen Nördlinger Namen, und sogar für das legendäre Pferderennen gibt es ein Nördlinger Pendant.
Zeitlich befindet sich das Stück zwischen damals und heute: Sprachübungen und Aufnahmetechnik sind aus der Zeit von Bernard Shaw, aber es werden auch Brücken nach heute geschlagen – beispielsweise mit Obdachlosen, die ihr Hab und Gut in Supermarkt-Einkaufswagen horten, mit Handys und Sozialen Medien und nicht zuletzt auch durch den Stückausgang, in dem Eliza als moderne emanzipierte Frau weder den arroganten Sprachwissenschaftler Higgins noch den reichen Nichtsnutz Freddy heiratet.
Es ist beeindruckend, wie die Nördlinger die Herausforderungen ihrer vieretagigen Bühne geschickt meistern und mit welchen Mengen an Licht- und Tontechnik sie umzugehen wissen. Dabei besitzt der Verein auch die Weitsicht, junge Leute ins Boot zu holen und für das ehrenamtliche Mitarbeiten zu begeistern.
Ein großes Ensemble – mit rund 25 Leuten auf der Bühne – kann auch die Massenszenen von „My Fair Lady“ gut umsetzen und für das richtige Ambiente in der Gosse wie auch beim großen Pferderennen sorgen. Der Spaß am Spielen ist allen anzumerken. Hervorhebenswert fanden die Schattenlichter selbstredend den Oberst Pickering, aber auch die Darsteller von Freddy, Alfred Doolittle, dem Kneipier und einem Trinker, der sich auf der Bühne mehrfach halsbrecherisch überschlug, wenn er mal wieder aus der Kneipe geworfen wurde. Gesanglich hob sich vor allem die Darstellerin der Eliza besonders ab. Dass Laien auf der Bühne stehen, ist vielfach gar nicht zu merken.
Rundum ein überaus gelungener Abend! Noch bis zum 2. August ist „My Fair Lady“ in der Freilichtbühne zu sehen. Karten gibt es auch für Berlinerinnen und Berliner online unter www.freilichtbuehne-noerdlingen.de.
Vier Schattenlichter sahen sich heute das Stück „Empfänger unbekannt“ im Kleinen Theater am Südwestkorso an. Das Stück zählt zu den ernsten Inszenierungen des Theaters, das in seinem Repertoire über eine große Bandbreite verfügt.
Eigentlich besteht das Stück nur aus der Präsentation eines Briefwechsels zwischen zwei besten Freunden, die sich nach und nach voneinander entfremden. Das ist aber hervorragend umgesetzt, so dass keine Sekunde Langeweile aufkommt, sondern das komplette Publikum gespannt mitfiebert.
Zum Inhalt: Der Deutsche Martin Schulze und der amerikanische Jude Max Eisenstein, gespielt von Paul Walther und Jonas Laux, betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulze, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. So schreiben sich die beiden Briefe, versichern sich darin ihre Freundschaft, schwelgen amüsiert in Erinnerungen, tauschen sich aus über Privates und Berufliches.
Zu Beginn sieht Schulze den Aufstieg der Nationalsozialisten noch kritisch, doch schon bald wird er ein bekennender Nationalsozialist. Mit den politischen Ereignissen in den nächsten eineinhalb Jahren lernt Max ganz neue Seiten seines Freundes kennen, und eine Geschichte voller dramatischer und überraschender Wendungen entspinnt sich.
Die Grundlage des Stücks ist der Briefroman „Address Unknown“ von Kathrine Kressmann Taylor (1903 – 1996), der 1938 in der New Yorker Zeitschrift „Story“ erschien. Die Autorin, die von 1926 bis 1928 als Werbetexterin gearbeitet hatte, war bis dahin unbekannt.
„Empfänger unbekannt“, so berichtete sie später, beruhe auf mehreren wahren Briefen. Über 60 Jahre später wurde der Roman auch in Deutschland und Frankreich zum Bestseller.
Die Schattenlichter waren sehr beeindruckt und diskutierten eine ganze Weile über die beiden Charaktere und über das Stück.
In drei Tagen läuft es noch einmal, bevor das Kleine Theater in die Sommerpause geht.
Mit viel Spaß hatten die Schattenlichter im Februar 2023 die Komödie „Extrawurst“ aufgeführt. Dementsprechend war die Begeisterung der Theatergruppe groß, als sie hörte, dass das „Extrawurst“-Autorenteam – Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob – ein neues Stück geschrieben hat. Fünf Schattenlichter sahen es sich heute im Renaissance-Theater an, wo schon auch „Extrawurst“ zu sehen gewesen war.
„Kalter weißer Mann“ heißt das neue Stück, und es spielt in einer Friedhofskapelle. Gernot Steinfels, Patriarch einer Firma des alten deutschen Mittelstands, ist verstorben, und sein designierter Nachfolger richtet für das Unternehmen die Beisetzung aus. Doch sein Text auf der Schleife sorgt für heftige Irritation: „In tiefer Trauer – Deine Mitarbeiter“.
Schnell hat der neue „alte weiße Mann“ an der Spitze seine Marketing-Leiterin, den Social-Media-Chef, seine Sekretärin und die selbstbewusste Praktikantin gegen sich.
Vor dem Theaterpublikum als versammelter Trauergemeinde zerfleischt sich die Führungsetage der Firma immer mehr. Nicht einmal der verzweifelte Pfarrer kann die Wogen glätten.
Mit scharfem Blick wird in der Komödie die Frage gestellt, welche Ausdrucks- und Verhaltensweisen politisch korrekt sind, und es zeigt sich, dass nicht jeder Mensch, der Moral von anderen einfordert, diese Maßstäbe auch für sein eigenes Handeln ansetzt.
Das Ganze ist perfekt geschrieben, kurzweilig inszeniert, toll gespielt und in einem schmucken Bühnenbild dargestellt.
Da stellt sich den Schattenlichtern nur eine Frage: Können wir dieses Stück im Februar 2026 selbst aufführen?